Der ultimative Guide wie du endlich gerne ausmistet und aufräumst - und es dann nie wieder tun musst - Teil 2

Hallo ihr Lieben

 

Heute wird es endlich konkret(er). "Vali, wie genau geht das aber jetzt mit dem Ausmisten, Aufräumen... und dann so drastisch, dass man es nie wieder tun musst? Hää? Soll man da eine Mulde nehmen und einfach alles entsorgen? So muss ich ja dann wirklich nie wieder ausmisten..."

 

Natürlich nicht! Here we go!

 

Zum Teil 1 dieses Guides kommst du HIER.

Wenn du Teil 1 gelesen hast, hast du auch erfahren, dass ich nicht immer so war wie heute. Dass ich mich nie trennen konnte. Von Menschen wie auch von Sachen - obwohl sie mir nicht gut taten... Trotzdem hing ich daran wie ein Äffchen am Bauch seiner Mama.

 

Iiirgendwann - nach Xtausend Ratgeber - traf ich endlich auf DAS Buch! Aus diesem eine Buch habe ich das für mich Passende herausgenommen (so wie ich es immer mache) und so meine eigene Technik gefunden. Die scheinbar ansteckend ist, denn ich konnte viele Kolleginnen zum Ausmisten anregen, und damals sogar... Achtung Achtung höhöhö: meinen Ehemann!

 

Das Buch heisst "Magic Cleaning" von Marie Kondo. Mittlerweile ist sie ein weltweiter Idol geworden. Damals war sie eher... unbekannt. 

 

Hier endlich meine "Technik" ;-)

 

Schritt 1 - Schaff dir Zeit und Ruhe

Wer kennt die berühmte Szene aus Sex and the City nicht, wo die drei Freundinnen Carry helfen zu entscheiden, was bleiben darf und was nicht? Falls du sie nicht kennst, hier das Bild ;-)

So, und jetzt? Lösche sofort dieses Bild aus deinem Kopf!

 

Nimm dir Zeit für dich, wenn es um DEINE Sachen geht. Nur du kannst das entscheiden. Glaub es mir, ich dachte auch immer mit einer Freundin wäre alles einfacher. Ist es nicht. Du erfährst weiter unten auch warum.

Schritt 2 - Kategorien

Nichts mit "ich miste den Kleiderschrank aus" oder "ich miste mein Schlafzimmer aus". Schon da starten wir "falsch". Richtig ist es gemäss Marie - und dieser Punkt habe ich von ihr übernommen, denn es macht tatsächlich ein riesen Unterschied! - nach Kategorien auszumisten. Die erste Kategorie, die auch ich empfehle ist "Kleidung". 

 

Das heisst: Kleidungsstücke, Unterwäsche, Jacken, Schuhen, Accessoires, Schmuck, Taschen, Bikinis,... Einfach alles - ALLES - was unter "Kleidung" einzuordnen ist! Und zwar - ganz wichtig - soll man was man im Haus/ in der Wohnung hat, egal ob im Schrank, im Gang, im Wäschekorb,... alles soll man an einem einzigen Ort sammeln (auf dem Bett, auf dem Boden, irgendwo!). So sieht man auf dem ersten Blick mal, was man WIRKLICH hat. Das ist nötig, ganz im Ernst, meine Lieben. Ich war GESCHOCKT bei diesem Anblick! Und ehrlich gesagt trägt dieser Step auch dazu bei, dass es einfacher wird, sich von Sachen zu trennen. Ich wette bei manchen würde das ganze Leben nicht reichen, um alles anzuziehen. Und doch shoppt man einfach weiter... Und jetzt könntest du zu Schritt 3 weiterspringen, aber hier unten habe ich dir dann die nächsten Kategorien zusammengefasst, kannste danach wieder hier zurück und die nächsten "bearbeiten":

 

Die nächsten Kategorien nach dem ersten Erfolg (muss übrigens nicht fortlaufend sein bzw. nicht am selben Tag, ist ja auch nicht immer zeitlich möglich) sind folgende:

 

Bücher: Bücher, Zeitschriften, Comics, Magazine,...

Papier: Rezepte, Bedienungsanleitungen, Gutscheine, Visitenkarten, Zertifikate, Steuern-Papiere, Rechnungen, Grusskarten,...

Büro/Wohnzimmer: Couverts, (alte) Kreditkarten, Mappen, Kalender, Büroklammern, alles Büromaterial, Videogames, DVD, CD, Schreibzeug, Geschenkpapier und Co., Medikamente Phone-Accessoires, Elektronische Geräte, Bastelzeug,...

Küche: Tassen, Teller, Besteck, Tupperware, Schwämme, Plastik- und Papiersäcke,...

Vorrat: Kaffee, Öl, Essig, Pasta, Reis,... Vitaminen, Mehl, Gewürze, Liqör,...

Haushaltszeug: Putzmittel, Schwämme, Tücher,...

Werkzeug: Batterien, Werkzeug, Kabeln...

Bad: Badtücher, Badvorhänge, Duschcremen, Shampoo, Cremen, Schminksachen, Parfums, Nagellacke,...

Dekoration: Lampen, Dekorationsteile, Vorhänge, Bettwäsche, Tischtücher, Tischsets, Kerzen, Kissen, Spiegel,...

Erinnerungen: Fotos, Karten, Briefe, Poster, Souvenirs, Plüschtiere,...

Garage: alles was dort noch liegt ;-)

 

Wenn man dann Kinder hat, kommt noch die Kategorie "Kinder" dazu. Am Anfang eventuell Baby-Zeug, das man eh nie wieder gebrauchen kann, auch das Kind nicht. Später aber ganz wichtig MIT Kind arbeiten, das Kind muss nämlich selber entscheiden, sind ja seine/ihre Sachen! Das kann er/sie auch lernen, ja :-) 

 

Die Kategorie "Partner" ist ein Bisschen schwierig hehe... aber vielleicht kann man sie als Vorbild anstecken :-) Miste nie Sachen aus, die nicht DIR gehören!

Schritt 3: Alles anfassen

Wichtig: Starte immer mit den emotional unwichtigeren Dinge und arbeite dich hoch bis zu den emotionaleren. So kommst du vorwärts und es wird einfacher für dich. 

 

Jetzt kommt die eher esoterische Seite des Buches. Was aber nichts mit Magie zu tun hat. Ich glaube an Energien. Energien sind überall. Wir sind ja selbst Energie. Und Personen wie auch Sachen können auch Energien senden... oder eben sein.

 

Gemäss Marie soll man jetzt jedes Stück anfassen, spüren. Und sich da fragen "machst du mich eigentlich noch glücklich? Gibst du mir ein schönes Gefühl? Bringst du Freude? Does it sparks joy?" Wenn ja, bleibt es. Wenn nicht, oder es sogar eher schlechte Gefühle einem gibt, kommt es weg. Ohne wenn und aber.

 

 

*Sich von etwas trennen... ist eine emotionale Angelegenheit*

Okey, gemäss Marie doch mit noch ein aber: Sie verabschiedet sich von den Sachen mental. "Danke, dass du mich (irgendwann) glücklich gemacht hast. Jetzt ist die Zeit gekommen du darfst jemand anderes glücklich machen.". Ok, das mache ich ehrlich gesagt nicht.

 

 

Das erste - the "sparking joy" thing - aber schon, denn ich weiss wie das ist, das Gefühl von Glück (oder eben nicht), wenn ich was berühre. Hört sich das komisch an meinst du? Du kannst das nicht, meinst du? Ich helfe dir natürlich. Hör zu, hast du ein alleralleraaaller-Lieblingsstück zu Hause? Hole es. Berühr es. Jetzt! Mach es! So... spürst du es jetzt? Das! Das ist es! Wenn du es immer noch nicht glaubst... guckst du Shopping Queen ab und zu? Ist dir nie aufgefallen, dass ALLE so happy sind, wenn sie ihre Lieblingsstücke aus dem Kleiderschrank zeigen? Manche strahlen nur vor "Liebe"? Tja, DAS ist das "Magische" daran :-) Und das funktioniert NUR durch das Anfassen. 

Schritt 4: Alles an seinem Platz & richtig aufräumen

Das was übrig bleibt, das bekommt ab sofort einen festen Platz! Und das gilt für die ganze Familie so. 

 

Bei der Kategorie Kleidung hat Marie eine neue Zusammenlegen-Methode herausgefunden. Sie denkt, dass alles am Besten "stehend" aufgeräumt werden soll. So hat sie tatsächlich eine Variante herausgefunden, wie man Kleidungsstücke (wenn man sie nicht aufhängt) stehend aufräumen kann. Die Vorteile sind vor allem zwei:

- Als wären sie Bücher, kann man dann viel einfacher ein Kleidungsstück herausnehmen, ohne dass man den ganzen Stapel zerzaust, was eben bei der alten Variante viel passiert.

- Mit dieser Variante gibt's keine Falten mehr! Also nicht an dir. An den Kleidern, meine ich natürlich ;-)

 

Quelle: Pinterest
Quelle: Pinterest

Ganz ehrlich, ich lege nicht all meine Kleidungsstücke so zusammen. Aber doch ein Teil davon! Dafür hole ich mir Boxen (zum Beispiel Beautyboxen, die ich nie entsorge!) Und dort kann ich diese Methode benutzen. Ich zeig euch was bei mir vor Kurzem so übrig blieb, oder ein Teil davon. Hier im Bild seht ihr oben links eine solche Box und oben rechts auch...  Den Rest lege ich ganz altmodischerweise zusammen.

Wie das eigentlich mit dem "stehend zusammenlegen" funktioniert? Hier für euch ein Paar Anleitungen aus Pinterest. Auf youtube findet ihr aber viele Videos von Marie Kondo selbst ;-)

Und so sieht es dann aus (Bilder aus Pinterest):

Alles was nach Aufhängen ruft, wird aufgehängt! Blazer, Kleider, Blusen und Oberteile, die man nicht gut zusammenlegen kann (zu weich, zu leicht).

Schritt 5: Timing & Erinnerungs-Ecke

Gemäss Marie sollte man unbedingt daran bleiben und das ganze Haus, die ganze Wohnung so schnell wie möglich "bearbeiten". Man sollte sich zum Beispiel 3 Monaten Zeit geben für alles. Dann ist es auch richtig "ge-kondo-iet" und man kann sich danach nur noch entspannen. Hört sich gut an, gäll? Ich hab diesen Punkt leider nicht geschafft, hab ja erwähnt warum... Aber da ich seit Kurzem ein neuer Versuch starte, könnte es doch vielleicht bald klappen - denn jetzt hab ich pro Woche 1-2 Stunden Zeit für "mich" :-) Die benutze ich jetzt gerne für mein Konmari-Projekt! Wenn ihr aber könnt, wenn ihr euch diese Timeline setzen könnt, dann bitte macht das! 

 

Für all das, was einfach da steht aber Freude bringt (Souvenirs, Fotos, sonstige Erinnerungsstücke), soll man gemäss Marie einen einzigen Ort finden. Einen festen Ort. Und dieser Ort soll sich nicht verändern oder vergrössern, wenn möglich! Das soll wie ein Altar da sein. Die Erinnerungsstücke sollen alle an einem Ort aufgestellt werden.


Das tolle an dieser Methode? Man wird (fast) zu einem glücklichen Minimalisten. Man schätzt noch mehr was man hat (und es ist viel weniger als vorher). Und weisst du was? Man vermisst NICHTS! Man hat so viel weniger, und doch so viel mehr! Man vermindert zwar das Materielle, aber man erhält dafür ganz viel Luft, ganz viel Platz, GANZ VIEL LIEBE UND FREUDE, und man fühlt sich auch viel fitter, glücklicher und ja auch... ruhiger, entspannter :-)

 

---> Für mehr Tipps und Tricks, sucht online nach: "Konmari", "Marie Kondo", "Kondoing", usw. Oder hol dir das Buch "Magic Cleaning" (es gibt mittlerweile drei Bücher von Marie, ich hab die ersten zwei gelesen, wobei das erste auch reicht, finde ich... das zweite geht nur noch mehr ins Detail) :-)


Ich bedanke mich ganz herzlich für all die, die bis hier mitgelesen haben :-) hehe... Und jetzt? VIEL SPASS BEIM AUSMISTEN! ICH HOFFE SEHR, DASS ICH DICH MIT DIESEM VIRUS ANGESTECKT HABE, DENN ES MACHT HAPPY! UND VIRUS HAPPINESS MUSS MAN VERBREITEN!!!! GANZ DRINGEND!

 

XOXO

Vali

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Kommentare: 3
  • #1

    vanessa (Freitag, 18 August 2017 21:42)

    Super Post Vali. Ich liebe das Misten und war schon immer ein "Minimalist" was das Matrialistische betrifft. Komplizierter Satz:-) Dein Post hat mich bei einzelnen Schritte super inspiriert.

  • #2

    Cinzia (Samstag, 19 August 2017 01:18)

    Danke danke danke!!! Ich werde auch weiter ausmisten und freu mich sehr über Deine Tipps.

    Es ist soooo ein gutes Gefühl!

  • #3

    Danka (Sonntag, 20 August 2017 10:41)

    Würklich en super post vo dir :) hätmi brennend interessiert und ich wird die technik ufjedefall usprobiere! Ich bin nähmlich au öpert wo sich nur schwer vo sache cha trenne *lol* ;)